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aktuelles | 20 Februar 2026

Vom Praktikanten zum CEO

Die Geschichte von Marcel van der Velden

Vom Studenten, der seine Diplomarbeit über elektronische Kommunikation zwischen Krankenhäusern schrieb, bis zum CEO eines internationalen Softwareunternehmens. Die Karriere von Marcel ist überraschend und beeindruckend zugleich. In diesem Interview spricht er darüber, wie er zu Enovation kam, was ihn antreibt und wie er seine Rolle als CEO ausfüllt.

Als Marcel 1999 seine erste Fallstudie für Enovation durchführte, lebte er noch bei seinen Eltern in Barendrecht. Er verbrachte viel Zeit mit Billard, Snooker und Games auf seinem Nintendo. Seine erste Begegnung mit dem heutigen Enovation hatte er, als er nach einem Unternehmen suchte, bei dem er eine praktische Arbeit für sein Betriebswirtschaftsstudium an der Erasmus-Universität durchführen konnte. „Meine Mutter arbeitete bei Enovation und machte die Lohnbuchhaltung. Durch sie kam ich in Kontakt mit dem damaligen Direktor Jean Nederlof. Als Ergebnis dieses Gesprächs durfte ich eine Fallstudie für Lifeline Networks, wie Enovation damals noch hieß, erstellen.“

Der Anfang

Im Jahr 2000 schrieb Marcel eine zweite Fallstudie für das Unternehmen, bevor er 2001 auch seine Diplomarbeit bei der Vorgängerfirma von Enovation begann. „Während dieser Zeit war ich jeden Tag im Büro und arbeitete die Hälfte der Zeit an meiner Diplomarbeit über die elektronische Kommunikation zwischen Krankenhäusern. Die restliche Zeit arbeitete ich als Vertriebs- und Marketingassistent, was mir half, das Unternehmen und seine Vertriebsabläufe gut kennenzulernen.“

„Damals waren wir in einem kleineren Büro mit etwa 50 Mitarbeiter*innen. Die Atmosphäre war informell und offen. Die Bürotüren standen für alle offen. Das ist etwas, das ich immer geschätzt habe und das wir immer noch versuchen, beizubehalten.“

Porträtfoto von Marcel van der Velden, CEO von Enovation | Teil von Legrand Care

Vom Kundenkontakt bis zum Meeting der Geschäftsführung

„Während meines Praktikums hatte ich eine tolle Zeit in der Verkaufsabteilung“, erzählt Marcel weiter. „Als ich 2003 mein Studium abschloss, beschloss ich daher, im Unternehmen zu bleiben. In der Zwischenzeit war ich als Junior Account Manager tätig und verkaufte Dienstleistungen an Krankenhäuser. Später begann ich auch mit dem Verkauf von „Sichere E-Mail“ (damals ZorgMail).

„Im Laufe der Zeit stieg ich zum Account Manager und Senior Account Manager auf. Alle paar Jahre gab es eine neue Herausforderung.“ Damals ahnte Marcel noch nicht, dass er eines Tages CEO werden würde. „Mit jedem Schritt wächst die Verantwortung. Aber ich hatte vorher nicht die Idee, dass ich eine Führungsposition anstrebe. Der erste Moment, in dem ich dachte: „Wow, ich bin in der Geschäftsführung“, war, als wir Teil der VANAD-Gruppe wurden und ich Vizepräsident des Vertriebs.“

Der Schritt zum CEO

Als er gefragt wurde, ob er CEO werden wolle, nahm sich Marcel Zeit, um sorgfältig nachzudenken, bevor er eine Antwort gab. „CEO ist eine große Verantwortung. Deshalb hielt ich es für wichtig, das Thema zu Hause zu besprechen und keine voreilige Entscheidung zu treffen. Jeroen, mein Vorgänger, sagte: „Du schaffst das, das wird gut.“ Das gab mir die Zuversicht, den Schritt zu wagen.“

Wie erklärt Marcel selbst seinen ungewöhnlichen Werdegang? „Ich habe hier einmal angefangen, weil mich die Atmosphäre sehr angesprochen hat und wir wirklich etwas Sinnvolles für das Gesundheitswesen tun“, beginnt er seine Erklärung. „Dieses Gefühl ist bei mir immer noch vorhanden. Außerdem wollte ich immer sehen, was ich im Leben erreichen kann; man muss an die Grenzen gehen, was das Engagement angeht, und dann sehen, wie weit man kommen kann. Ich denke, diese Kombination hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Bei Enovation bekommt man zudem den Raum, den man braucht, um zu wachsen. Wer zeigt, dass er/sie Verantwortung übernehmen kann, erhält die Freiheit, seine Aufgaben eigenverantwortlich und nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.“

Veränderungen und Meilensteine

In 25 Jahren hat Marcel Enovation von einem kleinen Betrieb zu einem internationalen Unternehmen gemacht. „Die Professionalisierung ist enorm, die Messlatte wird immer höher gelegt. Das ist auch ein schönes Kompliment an alle, die bei Enovation arbeiten. Wir sind jetzt ein internationaler Akteur und fast alles ist digital geworden.

Eine offene Tür

In seiner neuen Funktion möchte Marcel den familiären Charakter des Unternehmens so weit wie möglich erhalten. Offenheit ist für mich von größter Bedeutung. Ich ziehe es vor, mit allen Mitarbeiter*innen gemeinsam zu Mittag zu essen, und ich suche aktiv das Gespräch. Darüber hinaus informiere ich alle durch Update-Videos über Enovation und die Arbeit des Vorstands. Ich möchte, dass jede(r) das Gefühl hat, dass er/sie jederzeit zu mir kommen kann. Außerdem halte ich es für wichtig, in der Wirtschaft selbstbewusst und unternehmerisch zu bleiben.

„Die Enovation-Werte Engagement, Offenheit und Leidenschaft leiten mich bei meiner Arbeit. Manchmal ist man vielleicht nicht mit allen einverstanden, entscheidend ist jedoch, ehrlich zu bleiben und mit sich selbst im Reinen zu sein. Indem wir ehrlich und engagiert sind, stellen wir sicher, dass wir gemeinsam vorankommen.“

Ausblick

Hat Marcel sich noch irgendwelche Ziele gesetzt? „Ich denke, es ist auf jeden Fall wichtig, immer neue Herausforderungen zu finden, mit denen man sich verbessern will. Für mich persönlich ist es wichtig, dass ich mich weniger mit dem Inhalt und mehr mit dem großen Ganzen beschäftige. Allerdings macht es mir Spaß, mich mit den Inhalten zu beschäftigen, daran muss ich mich also erst noch gewöhnen“, fährt er lachend fort.

Zum Schluss hat Marcel noch einen Tipp zum Thema Arbeitsglück: „Es ist wirklich wichtig, dass man Spaß an seiner Arbeit hat. Manche Kolleg*innenen sieht man häufiger als die Familie, daher macht es Sinn, für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen. Tauschen Sie sich über Ideen und eventuelle Bedenken aus und helfen Sie sich bei Bedarf gegenseitig. So weiß man, was man voneinander erwarten kann und wie es allen Beteiligten geht. Wenn man etwas gemeinsam im Team angeht, ist man stärker.“